Archiv für die Kategorie ‘Geschichte’

Historische Fakten Aquitaniens

Dienstag, 03. April 2007

Die Geschichte Aquitaniens begann schon vermeintlich 1000 vor Christus, als keltische Stämme dieses Land besiedelten. Griechische Stämme wahren die nächsten Bewohner des Landes, sie errichteten mehrere Städte, wie zum Beispiel die heute weltweit bekannte Stadt Marseille. Aquitanien wurde Ende des 1. Jahrhunderts römische Provinz und blieb römische Provinz bis zum Ende des weströmischen Reiches. Es folgte danach eine westgotische Herrschaft bis 507, als die Goten von den Franken verjagt wurden. Ab 771 wurde Aquitanien dann zur selbständigen Herzogtum, doch diese Souveränität dauerte nicht lange, denn 866 gelang Aquitanien unter westfränkische Herrschaft. 1152 kam es dann unter die Herrschaft der englischen Krone, die 1337 schließlich den 300 Jahre langen Krieg zwischen England und Frankreich verursachte. 1789 wurde durch die berühmte französische Revolution gekennzeichnet. Ab 1799 war Napoleon Bonaparte neues Staatsoberhaupt, und mit der Waterloo-Schlacht 1815 begann dann eine neue tumultuöse Zeitspanne im Geschichte Frankreichs. 1960, nach Neueinteilung der Regionen, entstand Aquitanien zwischen den damaligen Grenzen auch neu.

Bordeaux

Freitag, 12. Januar 2007

Bordeaux, das pulsierende Herz im Südwesten Frankreichs ist Sitz der Verwaltungsregion Aquitaine. Heute ist die Stadt eher wegen seines weltbekannten Rotweins berühmt, allerdings hat die Stadt eine reiche Vergangenheit und die Gebäude können spannende Geschichten erzählen.

Die liegt gerade einmal 45 Kilometer vom Meer entfernt. Die Siedlungsspuren innerhalb der Flußschleife der Garonne lassen sich über tausende von Jahren zurückverfolgen. Kelten, Römer haben hier ihre baulichen Spuren hinterlassen wie weltliche und geisltliche Fürsten. Das mittelalterliche Bordeaux wurde geprägt vom englisch-französischen Auseinandersetzungen.

Die Römer machten die ehemals keltische Siedlung zu Burdigala und zur Hauptstadt ihrer Provinz Aquitania. Bereits zu dieser Zeit war der Wein aus den roten Trauben der Region ein begehrter Exportartikel. Antike Schriftsteller nennen Burgdigala eine reiche und prächtige Stadt. Die Völkerwanderung brachte dem Wohlstand innerhalb der Mauern ein zeitliches Aus.

Im 5. Jahrundert wurde Burdigala zunächst von den Westgoten erobert, diese wurden aber recht schnell von den Franken nach Spanien verdrängt. 732 plünderten die nach Frankreich drängenden Araber die Stadt, im 8. Jahrhundert hatte Bordeaux an Überfällen der Normannen zu leiden.

Durch Heirat gelangte die Region als Lehen zu Englang, was es auch im Zeitraum vom 12. bis 15 Jahrhundert blieb. Unter den englischen herrschern erlebte nicht nur Bordeaux, sondernauch Aquitanien eine Zeit des Aufschwungs und der Erholung. Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass die französischen Könige als neue Herren nicht unbedingt willkommen waren.

Die politische Bedeutung der Stadt schwand, doch der Handel erholte sich nach einer kurzen Unterbrechung wieder zusehens. Noch zweimal wurde für kurze Zeit Bordeaux Regierungssitz: Im Ersten und Zweiten Weltkrieg zog sich die französische Regierung in die Stadt vor den anrückenden deutschen Truppen zurück..

Leider wird die Geschichte in den Reiseführern immer noch zu sehr auf Gebäude beschränkt, dabei ist der zeitliche Umstand unter dem diese errichtet wurden für das Verständnis unerlässlich. Auch für die regionale Kultur ist die erlebte Geschichte über Jahrhnderte hinweg prägend. Vor einem Urlaub lohnt sich also auch der Kauf eines Geschichtsbuches.