Bordeaux

Bordeaux, das pulsierende Herz im Südwesten Frankreichs ist Sitz der Verwaltungsregion Aquitaine. Heute ist die Stadt eher wegen seines weltbekannten Rotweins berühmt, allerdings hat die Stadt eine reiche Vergangenheit und die Gebäude können spannende Geschichten erzählen.

Die liegt gerade einmal 45 Kilometer vom Meer entfernt. Die Siedlungsspuren innerhalb der Flußschleife der Garonne lassen sich über tausende von Jahren zurückverfolgen. Kelten, Römer haben hier ihre baulichen Spuren hinterlassen wie weltliche und geisltliche Fürsten. Das mittelalterliche Bordeaux wurde geprägt vom englisch-französischen Auseinandersetzungen.

Die Römer machten die ehemals keltische Siedlung zu Burdigala und zur Hauptstadt ihrer Provinz Aquitania. Bereits zu dieser Zeit war der Wein aus den roten Trauben der Region ein begehrter Exportartikel. Antike Schriftsteller nennen Burgdigala eine reiche und prächtige Stadt. Die Völkerwanderung brachte dem Wohlstand innerhalb der Mauern ein zeitliches Aus.

Im 5. Jahrundert wurde Burdigala zunächst von den Westgoten erobert, diese wurden aber recht schnell von den Franken nach Spanien verdrängt. 732 plünderten die nach Frankreich drängenden Araber die Stadt, im 8. Jahrhundert hatte Bordeaux an Überfällen der Normannen zu leiden.

Durch Heirat gelangte die Region als Lehen zu Englang, was es auch im Zeitraum vom 12. bis 15 Jahrhundert blieb. Unter den englischen herrschern erlebte nicht nur Bordeaux, sondernauch Aquitanien eine Zeit des Aufschwungs und der Erholung. Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass die französischen Könige als neue Herren nicht unbedingt willkommen waren.

Die politische Bedeutung der Stadt schwand, doch der Handel erholte sich nach einer kurzen Unterbrechung wieder zusehens. Noch zweimal wurde für kurze Zeit Bordeaux Regierungssitz: Im Ersten und Zweiten Weltkrieg zog sich die französische Regierung in die Stadt vor den anrückenden deutschen Truppen zurück..

Leider wird die Geschichte in den Reiseführern immer noch zu sehr auf Gebäude beschränkt, dabei ist der zeitliche Umstand unter dem diese errichtet wurden für das Verständnis unerlässlich. Auch für die regionale Kultur ist die erlebte Geschichte über Jahrhnderte hinweg prägend. Vor einem Urlaub lohnt sich also auch der Kauf eines Geschichtsbuches.

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